Name:
Passw.:

Menü:

Reifeprüfung
  • Forum
  • Buchtipps
  • Artikel der
    Woche

  • Links
  • Erfahrungs-
    berichte

  • Promi-Paare

    Audrey & Heinz
  • Audrey
  • Heinz
  • Tagebuch
  • Dublin-Reise

    Über diese Seite

    Statistisches

    Gästebuch
    Kontakt

  • Nutzungs-
    bedingungen

  • Impressum

  • Du bist Besucher


    Ödipus-Komplex und Lolita-Syndrom: Über den Altersunterschied in Partnerschaften

    Beziehung als Jungbrunnen und Elternersatz - späterer Bruch schon einkalkuliert?

    Zufällig lernte ich vor Jahren eine sehr alte Frau kennen, die bereits seit mehreren Jahre Witwe ihres noch weit älteren Mannes geworden war. Sie sagte über ihre damalige Ehe: "Er war vor allem doch immer so großzügig und verständnisvoll mit mir ..."

    Was läßt die Beteiligten für sich genau diese Beziehung suchen? Welche besonderen Wirkungen hat eine solche Beziehung auf die Partner?

    Beide erfahren normalerweise aneinander eine (womöglich nur subjektiv so empfundene) Aufwertung: "Wie (durch welche eigenen Qualitäten) ist dieser alte Mann an so eine hübsche junge Frau gekommen?", aber auch "Sie wirkt neben ihm jetzt so erwachsen ..."

    Beide Partner liefern sich gegenseitig etwas: der ältere Partner mag in der Beziehung einen Jungbrunnen sehen, für den jüngeren ist sie vielleicht lehrreich, er profitiert von den ihm nun zugänglichen Erfahrungen (Bemutterungs-Beziehungen).

    Typischerweise kann sich der jüngere Partner sicherer fühlen als umgekehrt der ältere. Dessen Risiko, verlassen zu werden, ist langfristig betrachtet vermutlich höher. Umgekehrt ist die Sicherheit des Jüngeren, auch mit Fehlhandlungen toleriert und weiter begehrt zu werden, recht groß.

    Als Ausgangsbasis bei Kinderwunsch mag die Konstellation "junge Frau liebt älteren Mann" für beide gewisse Vorteile bieten. Üblicherweise wird der Mann einen besseren beruflichen Status bieten können als ein jüngerer Anwärter. Auch die Bereitschaft, eine Familie überhaupt haben zu wollen, ist vielleicht bei ihm größer, wenn er sich die berühmten Hörner bereits abgestoßen hat.

    Die Frau wiederum ist ihm, wenn sie jung ist, rein biologisch (und nach ansonsten normalen Umständen beurteilt) für die Fortpflanzung besser geeignet als eine ältere.

    Nicht zuletzt haftet beiden Partnern unter Umständen eine nicht unmittelbar erkennbare Unreife an: die Lebensweise beider mag sich in der Mitte treffen.

    Für den Älteren bedeutet dies Handlungsweisen, die er eigentlich schon überlebt haben sollte. Und für den Jüngeren mag die Beziehung eine eigene Unreife verdecken oder bewältigen helfen ...

    Kritisch für beide ist und bleibt: eines Tages könnten sie einander nicht oder nicht mehr altergemäß erscheinen - und dieses Risiko ahnen beide innerlich von Anbeginn ...

    Quelle: XTraTriX, 9.9.2004, Freiwild, Originalversion