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    Altersunterschied - Ich habe eine Affäre.

    Ich habe eine Affäre.

    Das alleine wäre ja noch nicht so schlimm, aber der Mann könnte mein Vater sein.

    Angefangen hat alles als Spiel. Ich wollte nur mal sehen, wie weit ich gehen kann und ob er sich darauf einlässt. Versteckte Berührungen waren an der Tagesordnung. Bis er das erste mal bei mir zu Hause war, hat es lange gedauert.

    Dann ging alles ganz schnell.

    Die ersten Küsse waren noch vorsichtig, aber die Klamotten blieben nicht lange an. Beim zweiten Mal ging alles schon ein bisschen schneller. Aber auch hier war es noch ein Ausprobieren, ein Testen, was der andere mitmacht.

    Irgendwann wurde es unmerklich mehr und ernster. Ein erstes „Ich habe Dich vermisst“. Inzwischen sagt er, tut es weh, wenn wir uns nicht sehen. Wohin soll das führen?

    Wir wollten beide nichts kompliziertes. Ein Spiel sollte es sein. Aber es ist nicht nur rein körperlich. Es ist mehr. Er schenkt mir Blumen, ruft mich an, wenn ein romantisches Lied im Radio läuft, und sagt, dass ich ihm gut tue.

    Das alles ist mehr als nur eine Affäre.

    Er ist das letzte an das ich denke, wenn ich abends einschlafe und das erste am Morgen, wenn ich erwache. Wenn er bei mir ist und mich berührt, vergesse ich alles um mich herum. Es tut mir gut. Er tut mir gut.

    Es ist schön zu wissen, dass jemand einen vermisst.

    Eigentlich wollten wir das beide nicht. Wir reden darüber, dass das so nicht gut ist und uns Jahre trennen. Sein lassen können wir es nicht. Dafür haben wir uns schon viel zu gerne.

    Er weiß genau, an was ich denke, wenn wir über etwas bestimmtes reden. Anders rum gilt das gleiche. Wir sind uns trotz allem so nah. Gleichzeitig gehen wir so behutsam miteinander um, damit wir den anderen nicht verletzen. Es könnte morgen vorbei sei. Da könnte ein anderer kommen – in meinem Alter. Er sagt, er will mir nicht so viel von sich erzählen. Braucht er auch nicht, das wichtigste weiß ich schon. Wir verstehen uns auch ohne Worte und wenn er mir berührt, braucht es keine Worte mehr.

    Ich will gar nicht so sehr darüber nachdenken. Es dauert eben so lange, wie es dauert. Doch irgendwie gelingt das nicht. Es sind zu viele Gefühle im Spiel.

    Liebe ich ihn ? Ich weiß es nicht. Ich will es auch gar nicht wissen. Das macht nur verletzlich. Weh tun wollen wir uns nicht, aber wir wollten uns auch nicht so sehr in das Leben des anderen einmischen und haben es doch getan.

    Quelle: Neon.de (c), 30.05.2006, pruceliese, Originalversion