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    Ist ein Mädchen von 15-16 Jahren zu jung für eine Beziehung mit einem 25- oder 30jährigen?

    Ganz spontan würden wir uns mal auf eine knappe und bündige Antwort beschränken: "Ja, wahrscheinlich!" Doch, wir sollten etwas weiter ausholen:

    Ein Mädchen von 15-16 Jahren ist eine junge, heranreifende Frau. Ihr Körper ist Symbol jugendlicher Schönheit, Frische, Unverbrauchtheit, Gesundheit, Unberührtheit. Alle Männer sind offen für die ansprechende und reizvolle Schönheit des jungen Mädchens. Sie haben dafür bewundernde Blicke und sehnen sich wohl auch manchmal danach, an dieser unberührten und unverbrauchten Frische teilhaben zu können. Immer wieder hört man, daß nicht nur Dreißig-, sondern auch Fünfzig- und Sechzigjährige sich in junge Mädchen verlieben, deren Väter oder gar Großväter sie sein könnten. Diese Verliebtheit vermittelt den Rausch, selbst wieder der junge, hübsche und kraftvolle Held früherer Tage zu sein. Sie wird oft zur Flucht vor sich selbst und vor dem eigenen Alter.

    Dazu kommt sicherlich das Bild der Frau in unserer Gesellschaft. Unumstrittener Star der Werbung ist die äußerst attraktive und sehr junge Frau. Jugendliche Frische, sexuelle Attraktivität, naive Sorglosigkeit werden dort zu den Attributen der Frau schlechthin. All dies verkörpert oft die Fünfzehn- oder Sechzehnjährige: Sie ist bereits auf dem Weg zur Frau und bleibt doch leicht beeindruckbar in ihren Gefühlen und Vorstellungen.

    Propagiert man einerseits die noch unreife Frau, so andererseits den herangereiften Mann in den "besten Jahren". Bei ihm zählen Macht, Position, Überlegenheit. Falten, graue Haare und selbst Tränensäcke darf er sich dabei durchaus leisten. Viele junge Frauen sind sicherlich empfänglich für die gelassene Selbstsicherheit, die Männer eines gewissen Alters ausstrahlen.

    Das Bild ergänzt sich; ältere Männer verlieben sich in die Schönheit junger Mädchen, jugendliche Frauen sind beeindruckt von der Ausstrahlung wesentlich älterer Männer. Und doch stört dieses Bild, weil wir uns zurecht dabei fragen, ob denn hier von partnerschaftlicher Liebe überhaupt auch nur die Rede sein könne. Einer scheint beim anderen das suchen zu wollen, was ihm selbst abgeht: jugendliche Unverbrauchtheit auf der einen Seite, herangereifte Selbstsicherheit auf der anderen. Auf beiden Seiten Männer und Frauen, die eigentlich ihr Alter und die damit gegebenen Chancen und Probleme nicht annehmen! Oft eine Art, vor sich selbst davonzulaufen!

    Etwas anders mag es aussehen, wenn der Mann erst 25 oder 30 ist. Doch bleiben die Fragen im wesentlichen die gleichen: Inwiefern ist die 16jährige einseitig beeindruckt durch den Entwicklungsvorsprung des 25jährigen? Dieser hat bereits all das glücklich geschafft, was sie noch als kaum überwindbares Hindernis vor sich liegen sieht. Wie sehr ist sie geblendet durch den Beruf, die Position, die Selbstsicherheit, die Redegewandtheit des Erwachsenen? - Doch auch ihm seien einige Fragen gestellt: Was eigentlich bewundert er an der jungen Frau, die ihm geistig und seelisch nicht gewachsen ist? Ist seine Selbstsicherheit gar nur vorgespielt? Beruht seine Kraft und Ausstrahlung etwa nur auf der Unterlegenheit des Jugendlichen?

    Ist der 25-, 30-, der 55jährige zudem verheiratet, so stellen sich noch viele andere Fragen: Sucht er etwa eine Freundin, die ihn für anstehenden Eheärger entschädigen soll? Macht er sich überhaupt die Mühe die eigene Frau noch zu umwerben? Ist er fähig, zu seinem Wort zu stehen, oder flieht er möglichst schnell aus jeder festen Beziehung?

    Liebe - echte, tiefe, bereichernde Liebe - ist sicherlich auch möglich zwischen Menschen verschiedenen Alters, unter der Bedingung allerdings, daß sie sich ihrer eigenen Erwartungen klar bewußt sind, diese einander offen mitteilen und daß sie einander als gleichberechtigte, erwachsene Menschen begegnen. Doch wird Liebe - und das, was man dafür ausgibt - oft zum Vorwand, mit dem Unreife, Treuelosigkeit und Willkür rechtfertigt. Im Gegensatz zur Aussage des Sprichwortes ist es nicht die Liebe, die blind macht, sondern die Verliebtheit. Liebe und Selbstliebe machen sehend. Liebe und Selbstliebe sind nicht immer bequem. Sie konfrontieren uns oft mit Fragen, deren Antwort nicht leicht fällt.

    Quelle: Planet-Liebe.de, Originalversion