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    55 Jahre Altersunterschied: Ulrike von Levetzow und Johann Wolfgang von Goethe

    Ulrike von Levetzow (* 4. Februar 1804 in Löbnitz; + 13. November 1899 auf Schloss Trziblitz in Böhmen)

    Johann Wolfgang von Goethe verliebte sich 1821 während eines längeren Kuraufenthaltes im mondänen Marienbad in die erst Siebzehnjährige. Zum letzten Mal in seinem Leben verspürte er "eine große Leidenschaft". Auslöser dafür war mit einiger Gewissheit auch sein Wunsch, die starken Affekte seiner Jugend wieder zu erlangen.

    Goethe setzte sich zeitlebens nicht ausreichend mit Endlichkeit und Tod auseinander, die Sterblichkeit des Menschen - und damit auch seine eigene - wurden von ihm verdrängt. Dies zeigt sich besonders plakativ darin, dass er selbst den Tod ihm nahestehender Personen schlicht nicht zur Kenntnis nahm.

    Somit lässt sich das Ansinnen, als über 70-Jähriger mit einer fast noch Jugendlichen eine Liebesbeziehung einzugehen, als Versuch der Flucht vor Alter und Tod deuten. Goethe ging sogar soweit, Ulrike von Levetzow die Ehe anzutragen, worauf diese allerdings nicht einging. In seiner Marienbader Elegie verarbeitete der Dichter diese Niederlage.

    Ulrike von Levetzow gab später an, dass sie "gar keine Lust zu heiraten" verspürt habe, und tatsächlich blieb sie bis zu ihrem Lebensende unverheiratet. Dass ihr ein Liebesverhältnis zu Goethe nachgesagt wurde, ärgerte sie, und sie wies es deutlich zurück. Demnach habe sie Goethe bloß "wie einen Vater" lieb gehabt.

    Quelle: Wikipedia, Originalversion