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    Gleich und Gleich gesellt sich gern - Warum ungleiche Paare es schwerer haben

    Ob alt und jung, groß und klein: Es gibt Paare, die nach außen ungleich wirken. Was das Auge nicht als Einheit erkennt, fällt schwer als solche zu akzeptieren. Dabei können auch sehr unterschiedliche Partner miteinander glücklich sein.

    Wie findet man den Traumpartner? Das Dauerthema hat viele Facetten und wird nie langweilig. Soll das Pendant möglichst ähnlich sein, oder stimmt die Theorie von den sich anziehenden Gegensätzen? Sicher ist: Rein optisch muss man nicht harmonieren. Ungewöhnlich ist zunächst ja nur die auf das körperliche bezogene Außenwahrnehmung. Für das betroffene Paar ist es eine ganz normale Beziehung. Trotz der Unterschiede können sie viele Gemeinsamkeiten haben. Doch diese müssen sie erst entdecken oder entwickeln. Und sie müssen sich über Vorurteile hinwegsetzen.

    Paare, die sich von Beginn an ähnlich sind, sich ineinander wiederfinden, haben möglicherweise zunächst eine harmonische Beziehung, da vieles gleich selbstverständlich ist. "Doch eine solche Beziehung kann auch leicht an Spannung verlieren", erklärt Paartherapeutin Carmen Rosen. "Wenn sich die Gemeinsamkeit nur auf Äußerlichkeiten beschränkt, wird es schnell uninteressant."

    Flexibilität ist das Zauberwort

    Nicht jeder fühlt sich nur zu ihm ähnlichen Menschen hingezogen. Auch das Fremde kann eine große Faszination ausüben. Bei sehr unterschiedlichen Paaren geht es am Anfang oft darum, durch den anderen etwas Neues kennen zu lernen - auch an sich selber. Das ist anfangs sehr spannend, erschöpft sich aber mit zunehmender Dauer. Eine längerfristige Beziehung kann sich nicht allein aus der Andersartigkeit speisen.

    Egal ob ungleich oder gleich: Beziehungen müssen flexibel sein und sich entwickeln können. Sind die Rollen in einer Beziehung zu starr verteilt, entstehen häufig Schwierigkeiten. Wenn beispielsweise immer nur einer Entscheidungen trifft oder sich um Kontakte zu Freunden kümmert. Schnell wird der Rahmen zu eng. Partner sollten bewusst abwechseln.

    Eine Ebene finden

    In Beziehungen spricht man von vier verschiedenen Kontaktebenen: dem Körper, dem Gefühl, der Sprache und der gemeinsamen Sinnfindung. Diese Ebenen füllen eine Partnerschaft. Wenn die Kommunikation auf einer dieser Ebenen nicht so ausgeprägt ist, kann sie auf anderen Ebenen ausgeglichen werden. Die Ebenen sind dehnbar: Körperlich kann vieles sein, damit ist nicht nur die sexuelle Ebene gemeint. Sprache beschränkt sich in diesem Zusammenhang auch nicht explizit auf "reden". Manche Paare entwickeln andere Kommunikationsformen.

    Negative Reaktionen

    Von wegen, das passt nicht: Es gibt keinen Grund, sich zu rechtfertigen, wenn man mit Vorurteilen konfrontiert wird. Besser man reagiert offensiv, etwa mit einer Gegenfrage: Wie sieht denn deine Vorstellung von einem glücklichen Paar aus? Oft sind Paare, die eine nach außen ungleiche Beziehung führen, ohnehin selbstbewusster. Sie zeigen, dass sie sich ihre Partnerwahl nicht diktieren lassen.

    Wenn man als Paar zunächst um Anerkennung ringen muss, besteht die Gefahr, sich gegen den Rest der Welt abzuschotten. Es ist gut, eine Einheit zu bilden. Das gilt für jede Beziehung. Aber es sollte keine Front sein, warnt Carmen Rosen.

    Freiräume zugestehen

    Partner, für die viele Dinge nicht so selbstverständlich sind, müssen mehr Fantasie entwickeln, um sich gerecht zu werden. Das kann auch ein Vorteil sein. Sie sind oft unabhängiger von Meinungen und Normen und kennen ihre individuellen Bedürfnisse besser.

    Wenn ein Partner bestimmte Dinge jedoch aufgrund seiner körperlichen Voraussetzungen oder seiner Religion nicht machen kann oder möchte, ist es wichtig, dass er nicht das Gefühl hat, dafür bestraft zu werden. Das muss toleriert werden. Im Gegenzug muss der Partner aber nicht darauf verzichten. Jeder darf auch seinen eigenen Interessen nachgehen, es muss nicht alles gemeinsam gemacht werden. Freiräume sind in ungleichen Beziehungen besonders wichtig.

    Buchtipps

    • Hans Jellouschek: Wagnis Partnerschaft. Herder, 2004. ISBN: 345128345X.
    • Thomas Klein (Hg.): Partnerwahl und Heiratsmuster. Sozialstrukturelle Voraussetzungen der Liebe. Leske&Budrich, 2001. ISBN 3810028746.
    • Eva Labouvie (Hg.): Ungleiche Paare. Zur Kulturgeschichte menschlicher Beziehungen. C.H. Beck, 1997. ISBN 3406392970.
    • Jürg Willi, Linde Brassel-Ammann u.a.: Was hält Paare zusammen? Rowohlt Taschenbuch, 1997. ISBN: 3499605082.

    Quelle: ZDF.de, (c) 06.10.2004, Originalversion