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    "Die kostbarsten Jahre meines Lebens"

    Riki hat in zwei Beziehungen zu viel jüngeren Männern erfahren, was eine solche Konstellation an Freuden, aber auch an Stolpersteinen mit sich bringt.

    Ich hatte zwei längere Beziehungen mit jüngeren Männern. Die eine dauerte zehn, die darauf folgende fünf Jahre.

    Ich war über vierzig Jahre alt, als ich meinen um fünfzehn Jahre jüngeren Partner kennenlernte. Meine langjährige Ehe steckte in einer ziemlichen Krise und meine Vorstellung war, allein und selbständig zu leben. Lange Zeit traute ich mich nicht drüber, da meine berufliche Situation nicht so gut war. Doch ich arbeitete in einem Reisebüro. Eines Tages musste ich für zwei Wochen nach Tunesien, um Hotels anzuschauen. Da war ich erstens total überrascht, dass die Männer dort überfreundlich bis zudringlich zu uns Europäerinnen waren, und zweitens Frau nicht immer erkennen konnte, was sind wirkliche Playboys und welche haben sich wirklich verliebt.

    Kinderwunsch

    Ich lernte Chi im Hotel kennen und er war von der intellektuelleren Sorte, mit umwerfendem Charme und immer für Überaschungen gut, er war wie gesagt um fünfzehn Jahre jünger. Aus dieser Urlaubsbekanntschaft entstand eine zehnjährige Beziehung, mit allen Höhen und Tiefen einer interkulturellen Partnerschaft. Der Altersunterschied war anfangs nie ein Thema. Die Lebensplanung mit späterem Kinderwunsch meines Partners aber war Thema, ich wollte mit 46 Jahren keine Kinder mehr bekommen. Ich hatte schon einen Sohn, der ausgezogen war und mit einer Freundin lebte.

    Das Vorurteil, "der braucht noch ein bisschen Mami", hat sich nicht bewahrheitet, "der braucht Geld" zum Teil, weil er ein Restaurant eröffnen wollte, doch dieses Problem würde sich auch bei Gleichaltrigen stellen.

    Diese Beziehung endete am Kinderwunsch, den ich nicht erfüllen konnte. Chi hat jetzt zwei Restaurants, zwei Kinder und eine relativ glückliche Ehe mit einer gleichaltrigen Frau. Wir sind uns noch immer freundschaftlich verbunden.

    Nichts missen wollen

    Die zweite Beziehung mit einem Mann, der um 25 Jahre jünger war, entstand nicht weil ich einen jüngeren Mann wollte. Ich spürte einen Gleichklang, eine tolle Harmonie, er tat meiner Seele so gut. Es war mir klar, dass diese Zeit etwas Besonderes ist und nicht von Dauer sein kann. Sie war halboffiziell - ein wenig versteckt, doch wir hatten immer viele Freunde auf Besuch, weil Hans wunderbar kochen kann.

    Die Angst im Alter allein sein zu müssen, eventuell doch mal Kinder zu wollen, waren dann die Gründe, dass Hans auszog. Ich war halb wahnsinnig vor Schmerz, denn er ist meine Liebe gewesen, umgekehrt auch. Doch Ängste und die Realität des Lebens waren stärker.

    Jetzt nach vier Jahren Trennung, sind wir uns noch immer nahe, ich habe keinen Partner und er hat auch keine Partnerin bis jetzt. Wir wohnen in verschiedenen Städten. Ist es jetzt eine Mutter-Sohn Beziehung? Von meiner Seite vielleicht, von seiner Seite vielleicht!? Es braucht noch Zeit, um das klarer sehen zu können. Es waren die kostbarsten Jahre meines Lebens, ich würde sie nie missen wollen.

    Klarheit

    Meine Meinung zu zu großem Altersunterschied: Beide müssen sich klar sein, ob es einen Kinderwunsch gibt, speziell, wenn die Frau älter ist. Der Mann muss eine große Reife haben, was Liebe und Sexualität betrifft, dann kann es durchaus eine sehr erfüllende und für beide Seiten glückliche Beziehung sein.

    Quelle: dieStandard.at, 28.09.2007, Riki., Originalversion