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    Hallo,

    ich bin Audrey! Im Februar 2003 war es, als ich die Liebe meines Lebens kennengelernt habe. Ich war damals gerade 23 Jahre alt geworden und steckte mitten in meinem Pädagogik-Studium.

    Sicher ist es ungewöhnlich für eine 23jährige, sich in einen Mann zu verlieben, der 27 Jahre älter ist. Aber es hat mich einfach voll erwischt.

    Wie alles begann ...

    Ich musste damals zu einem Praktikum nach Stuttgart und fuhr am Montagmorgen mit dem Zug dorthin. Im Zug setzte sich dieser Mann neben mich. Er machte gleich einen sympathischen Eindruck auf mich. Zurückhaltend, höflich, aufmerksam. Irgendwie kamen wir ins Gespräch: Das Wetter, unser Reiseziel, ... Er war ebenfalls auf dem Weg nach Stuttgart, wo er an einer Fortbildung teilnahm. Beide kannten wir niemanden in Stuttgart. Was unternimmt man dort, wenn man Feierabend hat und niemanden kennt? Das Problem hatten wir ja beide. So kam es, dass er gegen Ende der Bahnfahrtvorschlug, einfach mal am Abend gemeinsam auszugehen, essen und ein wenig die Stadt zu erkunden.

    Für mich war das eine gute Idee, nette Gesellschaft, ein Flirt, aber keiner, der irgendwie ernsthafter werden könnte. Warum sollte ich mich nicht mit ihm treffen. Besser als allein im Wohnheim rumzusitzen.

    Der Abend war sehr schön. Wir haben uns über alles Mögliche unterhalten. Er erzählte auch von seiner Familie, den Kindern, der Frau, mit der er sich immer häufiger stritt, der Ehe, in der schon seit langem nichts mehr lief, ... Ich konnte ihm von mir erzählen, von gescheiterten Beziehungen, von meinem früheren Freund, der mich geschlagen hat, ... Wir hatten beide jemanden gefunden, dem wir uns anvertrauen konnten, der einem zuhörte, der einen ernst nahm und der einem seinerseits auch vertraute. Es tat gut, ihm alles zu erzählen, und es tat gut, zu spüren, dass es ihm genauso ging.

    Bevor wir am Freitag wieder beide zurückfuhren, nutzten wir jeden Abend, um uns zu sehen. Jeden Abend lange Gespräche. Mir wurde immer klarer, wie gut mir das tat, wie gut ER mir tat. Und ich wusste, ihm ging es ebenso. Da konnte er noch so viel älter sein als ich. Ich verstand mich mit ihm besser als mit sonst jemandem zuvor. Am Donnerstag schließlich, als es hieß, Abschied zu nehmen, küssten wir uns und ...

    Ich wusste ja, er war ein verheirateter Mann, hatte Kinder. Ich wusste ja, sowas macht man nicht. Ich wusste ja, das hatte keine Zukunft. Ich wollte seine Familie nicht zerstören. Aber in dem Moment habe ich einfach nicht nachgedacht, sondern alle Bedenken verdrängt ...

    Die ersten Wochen

    In den folgenden Wochen versuchten wir uns so oft zu sehen, wie es ging, ohne dass seine Frau etwas davon mitbekam. Klar war das eine aufreibende Zeit. Ich hatte ein schlechtes Gewissen gegenüber seiner Frau und den Kindern. Ich schämte mich vor mir selbst, ein Verhältnis mit einem verheirateten Mann angefangen zu haben. Ich war eifersüchtig, weil er doch immer wieder zu seiner Familie zurückging. Aber natürlich konnte ich nicht erwarten, dass er wegen mir sofort seine Frau verlässt, und das wollte ich doch auch gar nicht. Oder vielleicht doch? In dieser Zeit wusste ich nicht, was ich wollte. Dass es aber schließlich doch darauf hinauslaufen würde, wurde uns beiden sehr bald klar. Nach zwei Monaten beschloss er, mit seiner Frau reinen Tisch zu machen und ihr die Wahrheit zu sagen.

    Mit ihrer Reaktion hatte er nicht gerechnet. Für ihn war klar gewesen, dass die Ehe am Ende war. Er dachte, sie würde das genauso sehen. Aus seiner Sicht hatten sie beide nur noch wegen der Kinder daran festgehalten. Aber dass machte doch beide Partner auf Dauer nur kaputt. Aber als er ihr sagte, dass er sich trennen wollte, fiel sie trotzdem aus allen Wolken. Ich weiß nicht, ob sie die Ehe wirklich noch für erhaltenswert hielt oder ob es nur der Schock war, die Verletzung, die Wut darüber, es so von ihm gesagt zu bekommen.

    Im Nachhinein betrachtet ist uns klar, dass er es komplett falsch angefangen hat. Der Zeitpunkt, die Art, wie er es ihr gesagt hat, dieses Überrumpeln, ... Das alles muss sie zutiefst verletzt haben. Und daher kann ich auch verstehen, wie sie damals reagiert hat. Sie konnte ihre Wut nicht zurückhalten, egal, ob die Kinder dabei waren oder nicht. Sie wollte ihn einfach nicht mehr sehen, hat ihn so vor die Tür gesetzt. Sie wollte nichts mehr mit ihm zu tun haben, auch nicht durch die Kinder. Sie stand plötzlich vor dem Nichts, und das alles wegen ihm und wegen mir.

    Jedenfalls haben Heinz und ich dann gemeinsam eine Wohnung gesucht und sind 14 Tage später zusammengezogen. Es ist herrlich, mit Heinz zusammenzuleben. Wir lieben uns. Ich bin so glücklich wie nie.

    Verhältnis zu seinen Kindern

    Dennoch gibt es da auch Schwierigkeiten. Es hat Heinz sehr mitgenommen, dass er über Monate praktisch keinen Kontakt mehr zu seinen Kindern hatte. Auch mich haben sie total abgelehnt. Jeder Versuch, mich ihnen näher zu bringen, ist bislang gescheitert, hat eher alles noch schlimmer gemacht und auch das Verhältnis der Kinder zu ihrem Vater weiter verschlechtert. Heinz hatte versucht, mich seiner Tochter vorzustellen. Wir dachten, es wäre eine gute Idee. Aber herausgekommen dabei ist nur, dass sie sich zu Recht übertölpelt fühlte. Die Kinder sahen einfach nur, dass durch unsere Beziehung ihre Familie zerstört worden war. Sie mussten mit ansehen, wie ihre Mutter darunter litt. Diese konnte ihre Wut natürlich nicht vor den Kindern verbergen. Sie wollte nichts mehr mit ihrem Mann zu tun haben, und deshalb hat sie auch nicht versucht, den Kontakt zwischen den Kindern und ihrem Vater zu fördern.

    Mittlerweile ist es besser geworden. Zumindest seine Tochter hat sich mit Heinz ausgesprochen und lebt mittlerweile sogar bei uns. Heinz' Frau hat einen neuen Partner. Das Verhältnis zwischen ihr und Heinz ist dennoch immer noch angespannt. Und Heinz' Sohn lehnt nach wie vor jeden Kontakt zu seinem Vater ab.

    Probleme mit meinen Eltern

    Und dann waren da noch die Schwierigkeiten mit meinen Eltern. Als Heinz und ich 6 Wochen zusammen waren, habe ich meinen Eltern von ihm erzählt. Natürlich waren sie geschockt. Immerhin ist er fast so alt wie mein Vater und ein Jahr älter als meine Mutter. Zunächst nahmen sie es aber einfach nicht ernst, hielten es für eine vorübergehende Laune. Als ich ihn dann vorstellen wollte, schalteten sie auf stur, grüßten ihn nicht einmal, sondern ignorierten ihn einfach.

    Als wir dann zusammenziehen wollten, war es ganz aus. Sie verboten es mir. Mein Vater sagte mir, wenn ich mit diesem Kerl zusammenziehen würde, dann bräuchte ich mich nicht mehr zu Hause sehen zu lassen. Ich tat es dennoch. Wenn ich daheim angerufen habe, hat mein Vater den Hörer immer gleich aufgelegt, sobald ich mich gemeldet habe. Meine Mutter redete nur auf mich ein, Heinz zu verlassen und doch wieder zurückzukommen. Mein Vater hat auch die Überweisungen eingestellt, mit denen ich früher mein Leben und Studium finanziert habe. Mir ist klar, dass er damit nur mein Bestes wollte. In seinen Augen ist Heinz nicht der Richtige für mich. Er glaubt nicht, dass das gut geht und will mich einfach davor schützen, in mein Unglück zu rennen. Aber er kann mich doch nicht zwingen, meine Liebe aufzugeben!

    Wovon sollte ich leben? BAFöG bekam ich nicht. Meine Eltern verklagen wollte ich nicht. Ich konnte aber doch auch Heinz nicht noch mehr belasten, der ja schon für Frau und Kinder Unterhalt zahlt und auch noch die Schulden für das Haus tilgen muss. Ich hätte ja auch wieder einen Job angenommen. Aber ich steckte zu der Zeit mitten in meinen Prüfungen und meiner Diplomarbeit. Da blieb dafür einfach keine Zeit. Meine Mutter hatte glücklicherweise ein Einsehen und zahlte mir ohne Wissen meines Vaters etwas Unterhalt.

    Alles änderte sich, als ich 2004 schwanger wurde. Da musste auch mein Vater einsehen, dass es uns mit unserer Liebe ernst ist und dass er uns nicht auseinanderbringen kann. Er hat sich also schließlich doch damit abgefunden, dass ich mit Heinz zusammen bin.

    Gemeinsam schaffen wir das!

    Trotz all dieser Probleme habe ich es niemals bereut, mit Heinz zusammengekommen zu sein. Die Schwierigkeiten, die wir anfangs hatten und zum Teil auch noch immer haben, haben uns nur noch enger zusammengeschweißt. Wir wissen beide, dass wir sie nur gemeinsam durchstehen können. Wir brauchen einander und sind überglücklich, uns gefunden zu haben. Mittlerweile haben wir einen prächtigen kleinen Sohn. Heinz' Tochter lebt bei uns. Und wir sind glücklich!