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    Berühmte Liebespaare in der Literatur

    Auch in der Literatur finden sich zahlreiche Beispiele für Liebespaare mit großem Altersunterschied. Und auch hier, wie im wirklichen Leben, sind manche dieser Beziehungen zum Scheitern verurteilt, während andere ein "Happy End" finden. Einige dieser Liebespaare möchte ich hier vorstellen - wobei ich betone, dass die Auswahl absolut zufällig ist - ich bin einfach an meinem Bücherschrank vorbeigegangen und habe mir ein paar Titel rausgegriffen. Von Liebesroman bis zu Krimi ist alles dabei - eine etwas eigenwillige Auswahl!

    Anita Shreve:
    Olympia
    Olympia
    Olympia
     
    Am Anfang des letzten Jahrhunderts lernt die 15jährige Olympia den 41jährigen John Haskell kennen. Dieser ist ein Freund ihres Vaters, verheiratet und Vater von drei Kindern. Beide fühlen sich magisch voneinander angezogen. Obwohl sie sich über ihr moralisches Unrecht im Klaren sind, leben sie ihre Liebe, die einer besessenen Leidenschaft gleicht, hemmungslos aus. Die Geschichte einer mutigen Frau und ihrer Zeit.  

    Thomas Mann:
    Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull
    Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull
    Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull
     
    Thomas Manns Titelheld "Felix Krull" ist ein junger, attraktiver Mann, der ein wahrer Künstler in der Liebe ist und für beide Geschlechter, für jung und alt gleichermaßen anziehend. Er genießt die angenehmen Seiten der Liebe, ohne selbst zu lieben - und bleibt dabei in jeder Lebenslage faszinierend. Nicht jedes Angebot, dass ihm gemacht wird, nimmt er an, aber auch wenn er dankend ablehnt, wie bei der blutjungen Eleanor Twentyman oder dem älteren Schotten Lord Kilmarnock, macht er das so charmant, dass es ihm niemand übel nehmen kann. Mit der gleichen angenehmen Hingabe widmet er sich der jungen Zouzou und ihrer Mutter Dona Maria Pia (ungeachtet der Tatsache, dass Zouzou den Assistenten ihres Vaters heiraten soll und Dona Maria Pia mit Krull´s Gastgeber verheiratet ist).
    Lediglich in der Affäre mit der Schriftstellerin Diane Philibert ist etwas persönliches Engagement von Seiten des 20-jährigen Felix zu erkennen. Diane ist eine Dame mittleren Alters, sie hat Monsieur Houpflé geheiratet, einen reichen Klosettschüssel-Fabrikanten, damit sie ihm Schutz seines Reichtums ihre Bücher schreiben kann, während er sich mit einer jungen Demoiselle vom Theater vergnügt. Diane stört sich nicht daran - den "Vollmann mit dem Vollbart, die Brust voller Wolle, den reifen und nun gar den bedeutenden Mann", den hat sie immer verabscheut, bedeutend ist sie selbst. Ihre Liebe gilt nur den jungen, den ganz jungen Männern von vielleicht 18 oder 20 Jahren, "die Brust so süß in ihrer weichen und klaren Strenge, der schlanke Arm, die holden Rippen, eingezogenen Hüften, und ach, die Hermes-Beine..."

    Natürlich ist es eine rein körperliche Liebe, die sie für ihn empfindet, genauso wie ihre Begegnung mit dem jungen Felix eine Affäre ist und keine Liebesbeziehung - aber es gibt wenig so erfreulich zu lesende und dabei so absolut unmoralische Beschreibungen der Liebe zwischen einem jungen Mann und einer wesentlich älteren Frau als die "Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull".  

    Jane Austen:
    Verstand und Gefühl
    Verstand und Gefühl
    Verstand und Gefühl
     
    In Jane Austens Roman "Verstand und Gefühl" geht es um die beiden jungen Schwestern Elinor und Marianne Dashwood, die nach dem Tod ihres Vaters beide versuchen, einen Platz im Leben zu finden.
    Elinor verliebt sich in den angehenden Geistlichen Edward Ferrars, die jüngere Schwester Marianne, voll überschwänglicher, romantischer Gefühle, verliebt sich in den jungen Lebemann Willoughby. Als dieser in ernsthafte finanzielle Schwierigkeiten gerät (seine reiche Tante droht mit Enterbung, weil er unvorsichtiger Weise das junge Mündel von Oberst Brandon geschwängert hat, packt Willoughby jedoch die Panik und er verlässt Marianne umgehend für eine reiche Erbin. Marianne ist darüber untröstlich und glaubt, vor lauter Liebeskummer sterben zu müssen.

    Trotzdem kommt es natürlich anders, und als Oberst Brandon, der schon lange in Marianne verliebt ist, ihr schließlich einen Heiratsantrag macht, nimmt sie ihn an: Sie hat, um es mit Jane Austens Worten zu sagen, "eine Liebe überwunden, die sie im reifen Alter von siebzehn gefasst hatte, und ihre Hand ohne stärkere Gefühlsbeziehung als große Hochachtung und lebhafte Freundschaft freiwillig einem anderen" gereicht, den sie früher "für zu alt zum Heiraten gehalten hatte und der aus Rücksicht auf seine Gesundheit noch immer Zuflucht zu Wollwesten nahm". Oberst Brandon war glücklich, und die 19-jährige Marianne fand ihr Glück darin, seines zu fördern, und war ihrem Mann bald "mit Leib und Seele so zugetan wie früher Willoughby".

    Oberst Brandon und Marianne Dashwood - am Ende eine gelungene Beziehung.  

    Olivia Goldsmith:
    Der Club der Teufelinnen
     
    In dem Roman "Der Club der Teufelinnen" von Olivia Goldsmith geht es um drei "Erstfrauen", die ihren Männern geholfen haben, eine goldene Karriere aufzubauen - und dann feststellen müssen, dass ihre Männer sie gegen attraktive, silikongeformte und leicht geschürzte junge Frauen austauschen, die ihrerseits nur zu gerne reich gewordenen Ehemänner verführen - zur Freude der Ehemänner, zum Kummer der Erstfrauen.
    Die 55-jährige Elise, eine dieser Erstfrauen, früher eine berühmte Filmschauspielerin, trifft dann zufällig den 28-jährigen Larry Cochran, einen Fotografen und angehenden Drehbuchautoren. Elise fühlt sich bei dem wesentlich jüngeren Larry sofort wohl und geborgen, aber sie hat Angst, sich durch eine Beziehung zu einem 27 Jahre jüngeren Mann der Lächerlichkeit preiszugeben. Larry fehlt dafür jedes Verständnis: "Ist das alles, worum es geht, Elise? Mein Alter? Um Himmels willen, willst du etwas so Schönes an etwas derartig Unerheblichem scheitern lassen?" Mit der Zeit, und mit viel Behutsamkeit, Zärtlichkeit und Liebe schafft Larry es, Elise für sich zu gewinnen. Und Elise erkennt - zu Zeiten ihrer Mutter mag ein jüngerer Mann etwas Ungehöriges gewesen sein, aber heute ist das nicht mehr so. Warum sollte sie nicht einen jüngeren Mann lieben dürfen und von ihm geliebt werden? Vielleicht nicht für immer. Aber jetzt liebt er sie, und sie liebt ihn, und darauf wird sie nicht verzichten, egal für wie lächerlich man sie halten mag.

    Elise und Larry - eine Beziehung, die Mut macht, gerade wenn man sich selbst in einer ähnlichen Lage befindet.  

    Charlotte Bronte:
    Jane Eyre
    Jane Eyre
    Jane Eyre
     
    Jane Eyre, die Titelheldin von Charlotte Brontes Roman, ist eine junge, ernsthafte und sehr moralisch gefestigte Frau, die als Erzieherin für das Mündel von Herrn Rochester in dessen Haushalt kommt. Mr. Rochester ist erheblich älter als die junge Frau, er ist bereits verheiratet, und er hat, aus Wut und Verbitterung über eine arrangierte, unglückliche Ehe, zum Teil ein sehr moralisch verwerfliches Leben geführt, zumindest nach den gestrengen Maßstäben von Jane Eyre. Im Laufe des Romans nähern sich die junge Frau und der ältere Mann vorsichtig einander an, und nach etlichen Schwierigkeiten, moralischen Prüfungen und praktischen Problemen gelingt es ihnen am Ende, zu heiraten und miteinander glücklich zu werden.
    Jane Eyre und Mr. Rochester - nicht unbedingt ein romantisches Liebes-, aber immerhin am Ende des Buches ein glückliches Ehepaar.  

    John le Carré:
    Die Libelle
    Die Libelle
    Die Libelle
     
    In John le Carrés Spionageroman geht es um die junge englische Schauspielerin Charlie, die im Auftrag des israelischen Geheimdienstes auf einen palästinensichen Spitzenterroristen angesetzt wird, inmitten der verwirrenden, fremden, fremdartigen Welt des Nahostkonflikts und des Terrorismus. Und natürlich verliebt sich Charlie dabei in den israelischen Meisterspion, der älter ist als sie, erfahrener als sie, härter als sie: "Ich habe mich in den Mann verliebt, der sich um mich gekümmert hat. Das war alles."  

    Theodor Fontane:
    Effi Briest
    Effi Briest
    Effi Briest
     
    Theodor Fontanes Roman "Effi Briest" ist die klassische Geschichte einer jungen, lebensfrohen Frau, die (auf Anraten ihrer Eltern) den wesentlich älteren Baron Innstetten heiratet. Innstetten war einst ein Verehrer ihrer Mutter, und jetzt, als er die Tochter trifft, ein "jugendlich reizendes Geschöpf", hält er beim Vater um ihre Hand an. Die Mutter erzählt der Tochter von dem Heiratsantrag: "Er ist freilich älter als Du, was alles in allem ein Glück ist, dazu ein Mann von Charakter, von Stellung und gutem Willen, und wenn du nicht nein sagst, was ich von meiner klugen Effi kaum denken kann, so stehst du mit zwanzig Jahren da, wo andere mit vierzig stehen." Noch am selben Tag verlobt sich Baron Innstetten mit Effi.
    Dennoch machen sich die Eltern Sorgen: Innstetten sei ein Karrieremacher, das werde Effis Ehrgeiz befriedigen, aber das sei erst die Hälfte. Vater Briest bezweifelt, ob der künftige Ehemann auch ihren Hang nach Spiel und Abenteuer befriedigen wird. "Er wird sie nicht sonderlich amüsieren. Und was das Schlimmste ist, er wird sich nicht einmal recht mit der Frage beschäftigen, wie das wohl anzufangen sei. Das wird eine Weile so gehen, ohne viel Schaden anzurichten, aber zuletzt wird sie´s merken, und dann wird es sie beleidigen. Und dann weiß ich nicht, was geschieht."

    Natürlich bewahrheiten sich die Befürchtungen des Vaters, Effi langweilt sich in ihrer Ehe und hat eine Affäre mit Major Crampas. Nach Jahren erfährt ihr Mann davon, es kommt zum Eklat, und Effi wird als Ehebrecherin aus der Gesellschaft ausgeschlossen. Ihr Kind bleibt beim Vater, und über Jahre wird der Mutter kein Kontakt zur Tochter erlaubt. Schließlich stirbt Effi, und ihre Eltern fragen sich, ob sie nicht eigentlich schuld wären am Unglück ihrer Tochter, weil sie das Mädchen nicht streng genug erzogen hätten, und schließlich "ob sie nicht doch vielleicht zu jung war?" Aber darauf wird es keine Antwort geben. "Das ist ein zu weites Feld."

    Die Ehe zwischen Effi Briest und Baron Innstetten - nicht unbedingt eine Empfehlung für Ehen mit großem Altersunterschied, aber durchaus ein Denkanstoß.  

    Maria Regina Kaiser:
    Xanthippe - Schöne Braut des Sokrates
     
    Der Roman "Xanthippe - Schöne Braut des Sokrates" von Maria Regina Kaiser ist sicherlich keines der großen Werke der Weltliteratur, aber doch ganz nett zu lesen. In dem Buch geht es um die junge Xanthippe, ein 14-jähriges Mädchen, ungelenk, mit eckigen Bewegungen, arm, aber aus guter Familie, und mit 14 Jahren in einem Alter, in dem athenische Mädchen meist schon verheiratet wurden. Ihr Zwillingsbruder Philippos ist ein Schüler des berühmten griechischen Philosophen Sokrates - aber der ist "ein merkwürdigen, hässlichen Kauz, schon über fünfzig, die Glatze eingerahmt von einem Kranz roter Haare, und nicht sehr sauber". Dennoch - bei seiner ersten persönlichen Begegnung mit dem jungen Mädchen macht der Philosoph Xanthippe einen Heiratsantrag, und sie merkt, dass er es ernst meint. "Und sie sah auch, dass von seinen Augen etwas ausstrahlte, das ihn schön machte. Sie war ihm verfallen, wie Philippos und all die anderen. Sokrates, der Menschenfänger."  

    Hera Lind:
    Ein Mann für jede Tonart
    Ein Mann für jede Tonart
    Ein Mann für jede Tonart
     
    In Hera Linds Roman "Ein Mann für jede Tonart" geht es um die junge Chorsängerin Pauline, die versucht, als Solosängerin bei Kirchenkonzerten wenigstens etwas Karriere zu machen, und sich dabei in zwei verschiedene Männer verliebt - den verheirateten Arzt Klaus und den älteren, ebenfalls verheirateten Musikkritiker Georg. Pauline und Georg haben sich "nach der Neunten in Braunschweig" kennen gelernt, zwei Wochen später treffen sie sich zufällig wieder und gehen miteinander aus - für eine angehende Sängerin ist es schließlich nie verkehrt, mit Musikkritikern auf gutem Fuß zu stehen. Auch wenn sie sich selbst sagt, dass so ein "furztrockener, wohlgescheitelter Mittvierziger im hellen Popelinemantel" doch "viel zu alt" für sie ist.
    Georg ist verheiratet, seine Frau Freia ebenfalls Sängerin, zusammen haben sie die zehnjährige Tochter Nina. Die Ehe zwischen Georg und Freia läuft allerdings nicht mehr besonders gut, sie haben sich "auseinandergelebt" und Freia hat schon einige Zeit einen Freund. "Der Exklusivvertrag besteht nicht mehr", wie Georg das ausdrückt - und deshalb sucht auch er eine neue Beziehung und verliebt sich in die wesentlich jüngere Pauline. Er träumt, zumindest im ersten romantischen Überschwung der Gefühl, von einer gemeinsamen Zukunft. Pauline, ebenfalls verliebt, findet das allerdings völlig utopisch: "Georg war doch nicht mehr als eine Affäre! Er für mich und ich für ihn. Anders konnte, anders durfte das doch nicht sein!" Natürlich entwickelt sich mehr aus der Beziehung zwischen Georg und Pauline, und Georg möchte sich so schnell wie möglich scheiden lassen, damit er sich wieder anderweitig binden kann - und macht Pauline einen Heiratsantrag. Aber als sie merkt, wie ernst es ihm ist, als er von heiraten und zusammenziehen spricht, bekommt sie Angst.

    Sie macht sich klar, dass er seine Frau verstoßen, seine Tochter verkaufen, seine Katze vermutlich ertränken würde, und alles nur, um sie im Alltag genießen zu können. Aber das sieht für sie schwer nach seelischer Abhängigkeit aus. Und ihr wird klar: Kind, tu´s nicht. Der Mann lässt dich nie wieder los. Du bist noch so jung. Das ist der entscheidende Schritt. Tu ihn nicht.

    Schließlich verlässt Georg Pauline und tröstet sich mit einer anderen Sängerin, und Pauline bekommt von dem Arzt Klaus ein Kind. Trotzdem - als Georg sie verließ, weinte sie ein bisschen vor lauter Verwunderung.

    Georg und Pauline - eine Beziehung, die nicht funktioniert hat.  

    Heinrich Mann:
    Professor Unrat
    Professor Unrat
    Professor Unrat
     
    Professor Unrat ist ein älterer, spießiger Kleinbürger, und als Gymnasiallehrer für seine Schüler eine wahre Plage und ein Tyrann - und unglücklich ist er noch dazu. Als junger Mann hatte er die finanziellen Mittel für sein Studium von einer Frau erhalten, und dafür er hatte sie "vertragsgemäß, sobald er im Amt war, geheiratet". Die Ehe wird nicht glücklich, der gemeinsame Sohn entwickelt sich nicht so, wie der Vater es wünscht, und aus dem frustrierten Professor Unrat wird im Lauf der Zeit ein regelrechter Menschenfeind. Schließlich verliebt er sich selbst zerstörerisch in die Bardame und Tänzerin Rosa Fröhlich, die ihn heiratet, um sich eine gute Stellung im Leben zu sichern. Und Unrat selbst befindet sich in einer Zwickmühle - er fühlt sich "genötigt, sie zu lieben und zu leiden unter seiner Liebe, die sich auflehnte gegen den Dienst seines Hasses". Am Ende des Buches wird Unrat verhaftet - verhaftet wegen Mordversuchs an seiner eigenen Ehefrau, hingerissen inmitten seiner eigenen verwirrten Gefühle.
    Die Beziehung zwischen Professor Unrat und der Bardame Rosa Fröhlich - zwar eine Beziehung zwischen zwei Partnern mit großem Altersunterschied, und auch eine Beziehung voller Emotionen, aber eben eine Beziehung voller verwirrter Emotionen und eigentlich noch nicht einmal eine Liebesbeziehung.  

    Janine Boissard:
    Zwischen Heute und Morgen
     
     

    D.H. Lawrence:
    Lady Chatterley
    Lady Chatterley
    Lady Chatterley
     
     

    Bernhard Schlink:
    Der Vorleser
    Der Vorleser
    Der Vorleser