Name:
Passw.:

Menü:

Reifeprüfung
  • Forum
  • Buchtipps
  • Artikel der
    Woche

  • Links
  • Erfahrungs-
    berichte

  • Promi-Paare

    Audrey & Heinz
  • Audrey
  • Heinz
  • Tagebuch
  • Dublin-Reise

    Über diese Seite

    Statistisches

    Gästebuch
    Kontakt

  • Nutzungs-
    bedingungen

  • Impressum

  • Du bist Besucher


    Erfahrungsberichte von Paaren mit hohem Altersunterschied

    Erfahrungsberichte Rena (52) + Siggi (46)
    Simone (33) + Siegfried (52) Julia (20) + Peter (46)
    Elli (47) + Peter (38) Christa (49) + Michael (28)
    Sigi (38) + Hans (65) J. (31) + R. (56)
    Andrea (40) + Manuel (24) Anita (32) + Johannes (23)
    Bette (53) + Lajos (31) B. (24) + E. (55)
    D. (23) + M. (54) B. (19) + R. (56)
    Dagmar (24) + Jochen (50) H. (63) + Frank (24)
    Ramona (32) + Hugo (65)    
    Wir hoffen auf weitere Berichte. Also schreibt
    uns doch bitte Eure Geschichte!

    vorheriger BeitragSeitenanfangnächster Beitrag

    Sigi (38) + Hans (65) e-Mail schreiben Homepage

    Na gut, dann also zu uns.

    Ich, Sigi (38) lernte Hans (65) mit 13 kennen. Ich wollte in einen Laden rein u er raus. Dabei standen wir uns im Weg, weil er wie gegen eine unsichtbare Mauer gerannt ist, als er mich sah. Ich lachte u wusste auch schon damals sofort, dass er von mir angetan war.

    Der Laden ist ca 35km von meinem Elternhaus in einem Markt, wo meine Eltern auch zu tun hatten u ich immer in den Ferien helfen musste. So fing alles an. Wir sahen uns ab u zu u er meinte, wir könnten uns mal schreiben, was aber noch ein halbes Jahr dauerte, eh es so weit kam. Dann bekam ich zum 14. Geburtstag meine ersten roten Rosen von ihm geschickt. Da wurden meine E. natürlich aufmerksam u meine M. fragte, was ich denn von dem alten Dackel wolle. Als ich erklärte, ich wolle mit ihm nur spielen, war es für meine E. ok. Dann besuchte er mich ab u zu heimlich u wir fuhren in der Gegend rum. Er war vom ersten Augenblick in mich verliebt. Mir gefiel es u hatte aber immer Angst entdeckt zu werden, denn ich wusste, dass das Ärger bedeuten würde. Das ging so 2 Jahre. Die Treffen waren selten, so 2 - 3 mal im Jahr.

    Eines Tageskam ich von der Schule heim u es gab riesigen Krach, weil eine Frau angerufen hatte u behauptet, sie sei mit Hans verheiratet u hätten Kinder usw. !!! den Rest kann man sich denken.Ich war dann natürlich total erschrocken, traurig u seeeeeehr wütend. Nach der Enttäuschung wollte ich nichts mehr von Hans wissen u wir hatten dann auch keinen Kontakt mehr. Aber die nächsten Ferien kamen u es ließ sich nicht vermeiden, dass wir uns da wieder sahen. Er war sehr froh mich zu sehen, aber ich wollte nicht u ging dem aus dem Weg. Ohne dass ich es wollte, stand ich plötzlich vor ihm. Er hat sich riesig gefreut u ich wollte ihm die schlimmsten u häßlichsten Dinge an den Kopf werfen. Aber meine Kehle war wie zugeschnürt u ich brachte kein Wort raus. Mein Herz machte einen riesigen Satz u um mich war es geschehen. Ich hatte mich in den Kerl verliebt. Ich bekam einen Ring von ihm u es folgten Jahre mit heimlichen Briefaustausch auf dem Markt u wir haben uns dann wieder getroffen - sehr selten.

    Jedes Mal, wenn ich mich mit ihm traf, dachte ich nur daran, was ich da eigentlich mache, wie alt er ist u wie blöd u kindisch usw. Wenn ich dann zu hause wieder allein war, sehnte ich mich so nach ihm u verfluchte mich, weil ich immer so bös zu ihm war. Darüber konnte ich ja nie mit jemand reden, denn wer hätte das verstanden??? Was hätte ich mir da alles anhören müssen????? Ich ahnte es u also ließ ich es.

    So verging die Zeit u das Leben ging seine eigenen Wege. Es kamen Wirrungen u Verwirrungen. Der Zeitraffer sieht dann so aus, dass ich einen 2 Jahre älteren Freund hatte u von ihm meinen ersten sohn. Diese Beziehung zerstörten meine E:, weil ihre 3 Kinder nichts für ihren Betrieb waren u sie wollten mir mein Kind nehmen, um einen neuen Nachfolger zu haben. Bei der Geburt war ich 19 u Hans kam mich zu Hause besuchen. Ich wollte ihn. Ich wollte ihm sagen, dass ich jetzt bereit für ihn sei. Aber wie er dann vor mir stand, brachte ich kein Wort raus. Ich konnte doch meinem Kind kein so alten Mann vor die Nase setzen. Also verbrachten wir einen gemütlichen Mittag am Kaffeetisch mit meinen E.

    Wir haben uns dann wieder geschrieben. Ach ja, hab es ganz vergessen - Hans war nicht verheiratet u hatte auch keine Kinder.

    Dann hab ich mich mit einem 10 Jahre älteren netten Mann verlobt. Diese Beziehung machten meine E. auch kaputt. Ich lernte einen kennen, der 20 Jahre älter ist u der ließ sich von meinem E. nicht verjagen. mit 22 heiratete ich ihn u bekam noch ein Kind. Dazwischen war unheimlich viel passiert, was aberzu lang wäre. Ich schrieb Hans, dass ich heiraten würde u unsere Beziehung sich ändern müsse. Es traf mich ins Herz, als ich seine Antwort erhielt, wo er mir mitteilte, dass es schmerzt nur noch ein guter Freund zu sein. Ich spürte seinen Schmerz u die Qual. Ich hab immer versucht meine Gefühle für ihn loszuwerden. Dann war ich ja mit Ehe u Kindern beschäftigt. Es gab nur noch selten einen Brief oder Anruf. Jahre war nichts, nur die Gedanken. 1990 war ich dann 24, bekam das 3. Kind u so langsam merkte ich, dass ich meinen Vater geheiratet hab. Ich trug mich mit dem Gedanken mich zu trennen, aber so einfach geht das ja auch nicht. P. war nie da, hatten nur zur Zeugung (kam mir so vor) Sex. Wobei der Sex mir nichts gab u ich keine Lust hatte u froh war, dass P. so selten was von mir wollte.

    Das 3. Kind war dann gewollt. Aber dann fing ich an die Pille nicht mehr zu vertragen u ich dachte, dass ich eh keine nehmen muss, weil bei uns dann gar nichts mehr lief. P. wusste es. Dann hat er mich eines tages vergewaltigt. Darüber möchte ich nicht mehr schreiben, als dass es P. mal so anders ganz toll gefallen hat. Meine Gefühle kann sich wohl jeder dazu denken. Jedenfalls war es ein schöner Treffer, denn davon wurde ich schwanger. Das war 1993 u ich war dann 27.

    Ich stellte dann immer mehr fest, dass P. viel Ähnlichkeit mit meinem Vater hatte. Ich musste um jedes Wort kämpfen. Ich kämpfte darum geliebt zu werden.Das Leben hatte mich im Griff. Was tun??? 4 Kinder, einen Mann, der mich weder wahrnimmt, noch liebt, keine Freunde u sonst auch nichts. Ich war oft am Boden zerstört u mein einziger Halt war das Wissen, dass irgendwo ein Mann rumläuft, der mich liebt - Hans. Wie oft hab ich mich gefragt, wo er ist u was er macht. U wie oft hab ich ihn verflucht, dass er mich aus meinem Leid nicht befreit hat. Ich hab es nicht mehr ausgehalten, hatte keine Lust als Märtyrer die Ehe durchzuhalten auf Kosten von mir u vor allem auf Kosten der Kinder. Ich war eigentlich alleinerziehend. P. kümmerte sich nicht um seine Kinder, fühlte sich sogar belästigt, wenn sie ihn begrüßten. Er konnte noch nicht mal seinem Sohn sagen, dass er ihn liebt. Seine Antwort ihm gegenüber war, dass er sich dann scheiden lässt. Er !!! Ich hab vor Wut gekocht.

    Ich will P. nicht schlecht machen, aber es sind einfach Tatsachen. Er hat sich wochenlang nicht gewaschen u verlor dann seine Arbeit wegen Diebstahl. Er log mich nur an. Er hatte mir immer erzählt, dass ich Privatpatient, wie er sei. Einmal fragte sein Schwester ihn, ob er jetzt eine Krankenversicherung hat. Das muss ich mir jetzt ankreiden, denn ich durchsuchte das ganze Haus u all seine Unterlagen. Ich hatte ihm vertraut. Das war kurz bevor unser erstes gemeinsames Kind auf die Welt kam. Ich hab trotzdem die Ehe weitergeführt u Kinder bekommen. Wir mussten natürlich alles nachzahlen, was auch nicht ganz mit rechten Dingen zuging, wie ich später erfuhr. Dauernd klingelte der Gerichtsvollzieher, was ich nicht wollte. Ich war richtig verschrecktu hab heut noch ein komisches Gefühl, wenn es an der Tür oder das Telefon klingelt. Ich hab dann angefangen, seine Post zu öffnen u die Rechnungen zu bezahlen, denn für mich ist es nicht nachvollziehbar, was zu bestellen u dann nicht zu zahlen.

    Da war ich dann kurz vor der Geburt meines 4. Kindes. Mein erster Sohn hat unter P. Bemerkungen immer gelitten. Dann kam alles hoch. Ich wollte um diese Ehe nicht länger kämpfen. Wollte in die Arme genommen werden. Wollte diese Streiterei nicht mehr, was für die Kinder auch nicht gut war. Nach der Geburt fing er an mich zu schlagen. Es gab dafür keine Entschuldigung, denn es war kein Streit u kein Alkohol im Spiel. Er wollte das 4. Kind nicht u wollte mich zur Abtreibung zwingen.

    Ich hab mich dann Büchern zugewendet u das erste war von Robin Norwood "Wenn Frauen zu sehr lieben". Sehr zu empfehlen u ich hab über mein bisheriges Leben nachgedacht. Plötzlich war es nicht mehr nötig um Liebe zu betteln. Nach einem Streit zog ich unter gewissem Druck einer sogenannten Freundin aus, um 4 Wochen später wieder einzuziehen. Hans half beides mal dabei. P. hat mich dann nicht mehr geschlagen, aber es war trotzdem alles verloren. Wegen eines neuen Mannes hatte ich dann den Mut auszuziehen. Die Beziehung hielt so lang, wie ich ausgezogen war nur 6 wo. Dann machte ich Schluß, denn mir wurde bewußt, dass ich nicht von einem zum anderen rennen kann. Man muss erst seine Vergangenheit aufarbeiten u so versuchte ich mich neu zu orientieren.

    Im Feb 98 wurde ich rechtskräftig geschieden. P. verzichtete auf das Sorgerecht. Darauf hätte er eh keine Chance gehabt, so wie er sich dem Richter gegenüber benommen hat. Ich hatte auch noch einen Trumpf, denn er war vorbestraft, weil er seine Ex die Treppe runtergeworfen hatte. So war ich fast 2 Jahre allein u stellte dann fest, dass es da noch was zum Ordnen gab - Hans.

    Mir wurde klar, dass es für mich nie einen anderen gibt wie ihn. So eine Liebe gibt es nur ganz selten u ich hatte das Glück sie zu erleben. Die Sehnsucht war immer da, aber oft so schlimm, dass es schon körperliche Schmerzen waren. Er ist die Liebe meines Lebens. Das hab ich endlich akzeptiert u kam da an, dass es mir genügte zu wissen ,dass es ihn gab, aber nicht mit ihm zusammen sein musste. So schrieb mal wieder einen Abschiedsbrief u er ahnte den Ernst, meldete sich u kam sofort. Ich bin erschrocken, als er vor mir stand, denn er sah noch älter aus u war total abgemagert. Er hatte nur noch 56 kg. Ich überlegte, ob ich ihn im Notfall pflegen könnte, denn so abwegig ist das ja nicht. Meine Liebe ist stark u so zog er 2 Monate später ein.

    Trotz ärztliche Bestätigung über sein Unfruchtbarkeit, wurde ich schwanger. Das war ein Schlag, wo ich mit Kids abgeschlossen hatte u ich hatte Angst, ob wieder Kinder darunter leiden müssen, nicht die eigenen zu sein. Aber es war toll u Hans ist super. Keine Unterschiede. Die Großen lieben ihn u sind verrückt nach den Kleinen, sind sogar Paten geworden. Sein Alter war kein Problem für sie.

    Hans hat 22 Jahre auf mich gewartet, mich mit Geld in meiner Ehe unterstützt wo er gar nicht so abgeichert war. Er wurde mit 60 u mit 62 Papa. Er hat mir die Türen zu meiner eigenen Sexualität gezeigt.

    Wir sind sehr glücklich.

    Was ist mit der Umwelt?

    • P. ist sauer, dass er nicht die Ausrede wegen einem jüngeren Mann hat, will von seinen Kindern nichts wissen u spielt 3 Affen. Ich bemitleide ihn u bin dankbar, dass ich durch ihn mein Selbstbewußtsein habe finden müssen u schätzen kann, was ich an meinem Hans habe. Doch die verlorenen Jahre verfluche ich.
    • Meine M. hat sich an ihn rangemacht, weil er ja besser zu ihr paßen würde.
    • Meine E. kennen Hans so lange wie ich u haben viel ihm anvertraut, als ich keinen Kontakt zu meinen E. hatte. So wurde auf ihren Platz verwiesen, was dazu führte, dass sie Hans nun überall schlecht macht. Zuerst erzählte sie, dass das Kind nicht von Hans sei, dann, dass es behindert wird, weil er so alt ist.
    • Mein V. verläßt das Zimmer, wenn Hans da ist u sagt nur hallo zu ihm. Ob das daran liegt, dass Hans Kinder gezeugt hat, als er schon lange impotent war.
    • Mein Bruder meint das Hans toll ist u im Bett auch, das würde man ihm ansehen.
    • Meiner Schwester ist es egal, wir haben eh nicht so viel Kontakt.
    • Mein Vermieter sagt, ich hätte einen Glücksgriff gemacht.

    Tja ansonsten schauen manche ungläubig, wenn wir Händchen haltend in neuer Umgebung sind. Hier hat man sich an uns gewöhnt u für das kl. Nest ist die Toleranz erstaunlich. Wobei es auch immer wieder Momente gibt, wo wir uns im Klaren sind, dass sie über uns tuscheln. Manchmal sagt jemand- "Das ist aber schön, dass der Opa mit euch was unternimmt" u dann sagen die kl. u die gr. "das ist unser Papa" . Dann entschuldigen sich manche u manche tun so, als hätten sie nichts gehört. Der Großteil ist aber tolerant. Auch die Kids sind noch nie gehänselt worden. Manchmal sagt jemand Opa u Hans (wenn er allein mit kids ist) läßt sie manchmal in dem Glauben.

    So, das wäre es von uns. Bin gespannt, wer sich über Rechtschreibung als erstes ärgert ;-)))))

    Viele Grüße an alles die es lesen

    Sigi, 2004-05-28

    vorheriger BeitragSeitenanfangnächster Beitrag