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    Hallo,

    ich bin Heinz! Im Februar 2003 habe ich Audrey kennengelernt - und seitdem ist mein Leben völlig anders, als ich es mir je vorgestellt hätte ...

    Mein Leben vor Audrey...

    Ich war damals noch nicht ganz 50 Jahre alt, mein 50. Geburtstag stand bevor, meine Frau plante eine Riesenfeier für alle Verwandten, Bekannten und Freunde, und mein Leben verlief in geordneten Bahnen. Seit 18 Jahren war ich mit meiner Frau verheiratet, wir hatten zwei wunderbare Kinder (damals 14 und 12 Jahre alt), wir hatten uns zusammen ein gemütliches Zuhause aufgebaut, vor ein paar Jahren ein kleines Einfamilienhaus gekauft, und ich hatte einen ganz gut bezahlten Job als Buchhalter bei einer internationalen Firma, so dass wir uns um die Finanzierung des Hauses keinen Sorgen machen mussten. Ingrid, meine Frau, war seit der Geburt des ersten Kindes zu Hause geblieben, kümmerte sich um Haushalt und Kinder, und daneben blieb ihr noch genug Zeit für ihre diversen Vereine, Frauentreffs, Elterngruppen etc.

    7 Jahren vorher hatte es schon einmal arg in unserer Ehe gekrieselt. Wir haben uns in dieser Zeit ständig gestritten. Einen richtigen Grund gab es dafür eigentlich gar nicht. Jeder kleinste Anlass reichte aus, und die geladene Stimmung explodierte in Anschreien und Türen schlagen, und das fast täglich. So haben wir damals gelernt, einander aus dem Weg zu gehen. Natürlich haben wir in regelmäßigen Abständen versucht, unsere Probleme zu klären und wieder zueinander zu finden. Manchmal waren diese Gespräche direkt erfolglos, und die Situation danach war schlimmer als zuvor, da gegenseitige Vorwürfe den anderen verletzten und keiner das Gefühl hatte, es könne sich bessern. Manchmal ging es aber auch gut, und dann haben wir für zwei oder drei Wochen versucht, uns mehr Zeit füreinander zu nehmen und freundlicher miteinander umzugehen. Aber nach dieser Zeit wurde dann doch wieder alles so wie früher.

    Mit der Zeit wurden diese Rettungsversuche immer seltener. Um Streitereien zu vermeiden, gingen wir uns einfach so weit wie möglich aus dem Weg. Ich stürzte mich in meine Arbeit, sie sich in ihre Vereinsaktivitäten. Im letzten Jahr vor der Trennung haben wir gar kein längeres Gespräch mehr miteinander geführt. Jedesmal, wenn sich gemeinsame Aktivitäten nicht vermeiden ließen, kam es nur doch wieder zum Streit. Aber um nicht noch mehr Stress zu haben und natürlich der Kinder wegen blieben wir zusammen. Das Thema Scheidung wurde im Streit zwar mal erwähnt, wurde aber niemals konkret.

    Glücklich wird man bei so einem Leben nicht. Solange Ruhe herrscht, kann man es ertragen. Mehr aber auch nicht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es meiner Frau dabei anders ging. Irgendwie wollte ich aber doch noch etwas von meinem Leben haben, mich nicht damit zufrieden geben, dass es so bleibt. Die Hoffnung, dass sich im Zusammenleben mit meiner Frau langfristig noch etwas ändern würde, hatte ich aufgegeben. Wirklich innige Gefühle ihr gegenüber verspürte ich nicht mehr, vielmehr Ablehnung und Angst vor weiteren Streitereien.

    Und dann traf ich zufällig eines Tages Audrey - und es hat "bäng!" gemacht! Klar, vielleicht hätte es auch eine andere sein können, die an mir Interesse gezeigt hätte, und ich hätte dann diese zum Anlass genommen, mich von meiner Frau zu trennen. Aber es war nun einmal Audrey, und je näher ich sie kennenlernte, desto wohler fühlte ich mich in ihrer Gesellschaft, desto mehr wurde sie der Mensch, dem ich alles erzählen konnte, desto mehr wurde mir klar, was mir die letzten Jahre gefehlt hatte, und desto mehr verliebte ich mich in sie.

    Meine Entscheidung war gefallen!

    Nach einigen Wochen trafen Audrey und ich die Entscheidung, auf Dauer zusammenzubleiben, für den Rest unseres Lebens, wie man so schön sagt. Damit war klar, dass ich endlich mit den Heimlichkeiten meiner Familie gegenüber Schluss machen musste. Dieses Lügen und Sich-Verstellen nahm mich ohnehin sehr stark mit. Ich konnte das nicht länger durchhalten und wollte es lieber heute als morgen mit meiner Frau klären, wusste aber auch nicht so recht, wie ich es anfangen sollte und schob es wieder vor mir her.

    Dann rückte meine Geburtstagsfeier näher, und ich wollte nicht auch noch all die Freunde und Verwandten belügen. Nein, ich wollte es vorher klären. Ich dachte wirklich, für meine Frau wäre es etwas, was sie akzeptieren könnte, was sie im Grunde genauso sehe, wahrscheinlich schon ein Schreck, aber doch etwas, was sie verstehen könnte. Und danach könnten wir dann in Ruhe klären, wie es weiterginge.

    Aber wie sehr hatte ich mich getäuscht! Ich hätte es wissen müssen, dass es auf jeden Fall ein schwerer Schlag ist, wenn der Partner einem sagt, dass es aus und vorbei ist. Mag diese Beziehung auch noch so schlecht gewesen sein, so war es dennoch immer eine gewisse Sicherheit gewesen. Jetzt zog ich ihr diesen sicheren Boden unter den Füßen weg. Es muss auch unheimlich verletzend sein, noh dazu wenn der Partner dabei erzählt, dass er schon eine Neue hat. ... Ja, es war absolut unsensibel, wie ich es meiner Frau beizubringen versucht habe. Im Nachhinein weiß ich das, und ich weiß, dass ich damit großen Schaden angerichtet habe. Vielleicht wäre alles anders verlaufen, wenn ich zu anderen Zeitpunkt damit angefangen hätte, wenn ich es langsamer und in mehreren Schritte getan hätte, wenn ich nicht gleich von Audrey erzählt hätte, ...

    Jedenfalls, als ich meiner Frau von meinen Trennungsabsichten erzählte, gab es eine schreckliche Szene. Sie hat mich angebrüllt, um sich geschlagen, geheult - es war grauenhaft. Am schlimmsten war, dass unsere beiden Kinder das miterleben mussten. Sie waren in ihren Zimmern, aber meine Frau holte sie in ihrer Wut herunter, damit sie mitbekämen, was ich tat. Ich habe nur rasch meine kleine Tasche mit dem Nötigsten gepackt und bin erst einmal in ein Hotel gezogen.

    Der Krieg hatte begonnen!

    Ein paar Tage später habe ich dann zu Hause angerufen, um mit meiner Frau verschiedene Dinge zu besprechen, aber sie hat mich wiederum nur wüst beschimpft und ist so ausfallend geworden, dass ich das Gespräch abbrechen musste. Ich fuhr dann zu unserem Haus hin, um mir wenigstens ein paar persönliche Dinge abzuholen, dienstliche Unterlagen, neue Wäsche etc., aber da hatte sie schon die Schlösser austauschen lassen, so dass ich nicht mehr hinein konnte - in mein eigenes Haus! Über gemeinsame Bekannte habe ich dann versucht, auf sie einzuwirken, und so schließlich erreicht, dass sie zumindest frische Wäsche herausgegeben hat - eine Einkaufstüte mit ein paar Hosen, Hemden und Socken, die sie im Regen einfach neben die Gartentür gestellt hat, wie sonst die Müllsäcke!

    Wenn ich mit den Kindern wenigstens mal am Telefon reden wollte, wies meine Frau mich jedesmal ab. Sie beschimpfte mich als "charakterlosen Mistkerl", der sie und die Kinder im Stich gelassen hätte, und dabei hörte ich im Hintergrund die Kinder. Ich so gern mal mit ihnen gesprochen und ihnen erklärt, dass ich nicht sie verlassen, sondern mich nur von ihrer Mutter getrennt hatte. Aber das ließ sie in ihrer Wut auf mich nicht zu. Das war die Quittung für das, was ich angerichtet hatte.

    Über lange Zeit wollte die Kinder mich nicht wiedersehen. In den ersten 6 Monaten gab es gerade einmal drei Treffen zwischen mir und den Kindern, die aber alle einen recht unerfreulichen Verlauf nahmen, und zum dritten Treffen ist mein Sohn (15) gar nicht mehr erschienen. Der Tochter war es sichtlich unangenehm, als sie alleine kam und ihren Bruder auch noch entschuldigen musste. Und dann kam auch gleich der nächste schwere Fehler von mir. Denn ich wollte ihr unbedingt meine neue Freundin vorstellen. Ich dachte, wenn sie Audrey erst einmal kennt und sieht, dass ich eine neue Beziehung habe, dann wird ihr klar, dass sie sich keine falschen Hoffnungen mehr machen muss, dass ihre Eltern sich doch noch versöhnen, und dann kann sie vielleicht anfangen, das alles etwas nüchterner betrachten und sich langsam damit abfinden, vielleicht sogar etwas Verständnis dafür entwickeln.

    Aber die Aktion war das totale Fiasko. Wir haben die Kleine einfach überrumpelt. Wir hatten uns zum Kino-Besuch verabredet, und Audrey war einfach mit mir mitgekommen. Aber sobald meine Tochter begriff, wer Audrey war, eskalierte die Situation, und ich musste schließlich mit ihr die laufende Vorstellung verlassen und sie umgehend nach Hause fahren.

    Unsere jetzige Situation

    Mittlerweile lebe ich mit Audrey zusammen in einer kleinen bescheidenen 2-Zimmer-Wohnung, mehr können wir uns nicht leisten, da ich für meine Kinder natürlich Unterhalt zahle und meiner Frau auch Trennungsunterhalt zusteht. Die ersten Unterhaltsberechnungen, die mir meine Frau von ihrem Anwalt vorlegte, waren sehr zu meinen Ungunsten gerechnet. Inzwischen weiß ich das zwar, zahle aber freiwillig bis zur Scheidung immer noch den gleichen Betrag, allerdings unter der Bedingung, dass sie sich um einen Job bemüht.

    Dann ist da noch das Einfamilienhaus, für das die monatlichen Darlehnsraten gezahlt werden müssen. Wir wissen noch nicht, wie es mit dem Haus weitergehen soll. Wenn wir es halten wollen, wird es sehr eng. Vielleicht wäre es doch für alle besser, das Haus zu verkaufen. Andererseits will ich jedoch auch nicht, dass meine Kinder nach der Familie nun auch noch das Heim verlieren.

    Immerhin gibt es seit einigen Wochen wieder Gespräche zwischen meiner Frau und mir. Die Stimmung bei diesen Gespächen ist aber alles andere als gut. Meine Frau ist immer noch wütend auf Audrey und mich, auch wenn sie inzwischen selbst einen neuen Partner hat. Von Audrey redet sie nach wie vor nur als dem "jungen Flittchen". Sie macht mir immer noch Vorwürfe, in was für eine Situation ich sie und die Kinder gestürzt hätte, ...

    Kontakt zu meinem Sohn habe ich leider immer noch nicht. Es gab in den letzten zwei Jahren ein paar Treffen, teilweise vom Jugendamt organisiert. Aber mein Sohn lehnt jeden Kontakt ab und verweigert weitere Treffen. Das Jugendamt hat alle Bemühungen eingestellt, Kontakt zwischen uns herzustellen, schließlich sei er alt genug und man könne ihn ja nicht dazu zwingen. Mit seiner Mutter redet er praktisch jedoch auch nicht mehr. Seine schulischen Leistungen sind schlechter geworden. Er hatte Probleme mit Alkohol. Ich mache mir natürlich Sorgen um ihn, weil er sich so vollkommen abschottet. Aber ich kann da nichts erreichen.

    Aber das Verhältnis zu meiner Tochter hat sich grundlegend verbessert. Nach einem Streit mit dem neuen Partner ihrer Mutter kam sie zu mir, und seither, seit mittlerweile 2 Jahren, lebt sie bei uns. Unser Verhältnis hat sich wieder normalisiert, und auch Audrey hat sie als meine neue Partnerin akzeptiert, auch wenn es ab und zu Reibereien gibt.

    Seit Dezember 2004 gehört noch jemand zu unserer Familie. Da wurde unser Sohn Lukas geboren. Er entwickelt sich prächtig! Wir haben alle sehr viel Freude an ihm. Auch meine Tochter ist begeistert von ihrem kleinen Bruder.

    Für die Zukunft...

    ... wünsche ich mir, so bald wie möglich einen Schlussstrich unter diese entwürdigenden Streitereien setzen zu können. Natürlich werde ich meine finanziellen Verpflichtungen meinen Kindern und auch meiner Noch-Frau gegenüber erfüllen. Ich hoffe, wir können bald die finanziellen Verhältnisse abschließend klären, insbesondere, was mit dem Haus passiert.

    Außerdem wünsche ich mir innigst, dass sich das Verhältnis zu meiner Tochter nie wieder so verschlechtert wie damals und dass ich auch endlich wieder Kontakt zu meinem Sohn finde. Vielleicht können wir ja doch noch zu einem einigermaßen normalen Umgang miteinander finden.

    Ich weiß, dass noch genug Schwierigkeiten auf uns warten. Finanzielle Schwierigkeiten, Probleme mit den Kinder, weitere Streitereien mit meiner Noch-Frau, ... Dennoch weiß ich, dass es die richtige Entscheidung war und dass ich mit Audrey mein Glück gefunden habe.

    Und meine Hoffnungen lasse ich mir nicht nehmen!