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    Samstag,
    4. Dezember 2004

    Lukas' Geburt

    Endlich komme ich mal wieder dazu, hier etwas zu schreiben. Irgendwie ist es doch ziemlich anstrengend - so mit Kind, Wickeln, Stillen, Herumtragen, wenig Schlaf, ... Aber jetzt muss ich doch endlich hier von der Geburt und den Tagen danach schreiben. Mittlerweile ist zwar schon der 21. Dezember. Aber die Einträge datiere ich doch einfach mal zurück, um etwas Chronologie reinzubringen.

    Los ging es am Samstag, dem 4. Dezember. Ich war bereits 10 Tage über die Zeit und hatte die Hoffnung fast aufgegeben, das Kind noch ohne zusätzliche Hilfsmaßnahmen zur Welt zu bringen. An diesem Tag sollte ein Wehenbelastungstest stattfinden. Wieder etwas Hoffnung, dass es dadurch endlich losgehen könnte.

    Morgens um kurz Viertel nach 6 kam es dann doch anders. Ich wachte auf und lag irgendwie im Feuchten. Fruchtblase geplatzt. Jetzt ging es also tatsächlich endlich los. Also habe ich Heinz geweckt und dann meine Sachen zusammengesucht. Ich war aufgeregt, aber er hatte anscheinend die Ruhe weg. Er hat sich sogar noch die Haare gewaschen und im Forum gepostet. Währenddessen habe ich seine Tochter geweckt, um ihr zu sagen, dass wir ins Krankenhaus fahren. Schließlich saßen wir aber doch schon 20 Minuten nach Blasensprung im Auto und waren auf dem Weg ins Krankenhaus. Beim Einschalten des Radios ertönte die Zeile "Es tut gleichmäßig weh" aus Herbert Grönemeyers "Mensch". Aber Ihr könnt mir glauben, es tut alles andere als gleichmäßig weh.

    Im Krankenhaus ging es dann zunächst nur langsam voran. Ich hatte kaum Wehen. Daher bekam ich zunächst ein leichtes Wehenmittel. Weil bei mir eine Streptokokken-Infektion festgestellt worden war, bekam ich auch noch ein Antibiotikum. Als ich bis 10 Uhr immer noch keine nennenswerten Wehen hatte, wurde die Dosis des Wehenmittels erhöht. Und dann ging es los. Von den nächsten zwei Stunden habe ich vor lauter Schmerzen gar nicht mehr viel mitbekommen. Es ging wohl trotz heftiger Wehen zunächst einmal kaum weiter. Gegen halb 12 meinte die Hebamme dann aber, dass es doch noch in ihrer Schicht klappen würde. Um 12:06 war es dann auch so weit.

    Lukas war da. Ein Junge. Nach einem ersten relativ leisen Schreien ein paar Sekunden nach der Geburt beruhigte sich der kleine Mann gleich wieder und war schon wieder ruhig, als Heinz die Nabelschnur durchschnitt. Dann bekam ich ihn auf den Bauch gelegt und konnte ihn zum ersten Mal im Arm halten. Allerdings nicht gerade lange, denn dann kam gleich die erste Untersuchung.

    Lukas war 56 cm groß und enorme 4590 g schwer. Mit dem Gewicht hatte keiner gerechnet. Hätte ich vorher etwas davon geahnt, dann hätte ich mit Sicherheit auf einem Kaiserschnitt bestanden. Aber noch am gleichen Morgen hatte die Schätzung nach der letzten Ultraschallmessung ergeben, dass er wohl etwa 3600 g auf die Waage bringen würde. Keine Ahnung, was man bei dieser Ungenauigkeit von solchen Zahlen noch halten soll. Wegen des hohen Gewichts kam natürlich auch gleich der Verdacht auf, er könnte Diabetes haben. Aber die Blutzuckeruntersuchung zeigte normale Werte. Heinz, der bei der Untersuchung daneben stand, erzählt, er habe noch gesagt, wie tapfer sein kleiner Sohn doch sei, weil er beim Blutabnehmen aus dem Fuß nicht einmal geweint habe. Aber Babys reagieren da etwas verzögert, und kaum hatte Heinz es gesagt, brüllte der Kleine auch schon los.

    Die Nachgeburt und das Nähen des kleinen Schnittes, den sie während der Geburt bei mir machen mussten, verliefen ohne größere Aufregung. Das Nähen tat natürlich weh, aber kein Vergleich zu dem, was ich vorher durchgestanden hatte. Etwas später wurde ich dann aus dem Kreißsaal herausgefahren, kam in ein neues Bett und bekam das Mittagessen serviert. Da fühlte ich mich dann doch gleich wieder viel besser, so im wahrsten Sinne des Wortes erleichtert. Ich hatte alles überstanden, und Lukas ging es gut. Heinz brachte ihn mir ins Zimmer. Er trug ihn auf dem Arm. Er fühlte sich recht unbeholfen dabei, meinte, es sei ja schon so lange her, dass er zuletzt so ein kleines Würmchen im Arm gehalten habe. Und auch ich wusste noch gar nicht so recht, wie ich Lukas halten sollte. Während ich mein Mittagessen zu mir nahm, telefonierte Heinz erstmal mit seiner Tochter und mit meinen Eltern, um ihnen Bescheid zu sagen, dass alles gutgegangen war und dass wir jetzt einen kleinen Lukas haben.

    Das erste Stillen kam auch noch auf der Entbindungsstation. Es ging mehr schlecht als recht. Aber das sei ganz normal. Das hatte ich auch schon im Geburtsvorbereitungskurs gelernt. Das würde sich schon in den nächsten Tagen ergeben.

    Um halb 3 nachmittags kam ich dann von der Entbindungsstation runter auf die Wochenstation. Zuerst hatte ich ein Zimmer allein für Lukas und mich. Das zweite Bett war noch nicht belegt. Das zweite Stillen klappte dann auch schon viel besser. Heinz blieb noch bis abends um 9 bei uns. Dann war der Tag gelaufen, ich war überglücklich und vollkommen erschöpft. Schlafen, aber nur zwei Stunden lang. Dann musste Lukas ja wieder gestillt werden ...