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    Sonntag,
    5. Dezember 2004

    Verdacht auf Streptokokken-Infektion

    Zu all der Freude des gestrigen Tages kam heute ein großer Schrecken. Am Morgen musste ich mit Lukas zum Kinderarzt, der unseren Kleinen untersuchte. Lukas hatte leichtes Fieber, 37,7°. Außerdem war er müde. Der Arzt fand ihn zu schlapp. Er sei grau im Gesicht, vor allem um den Mund herum. Das könnten Anzeichen einer Streptokokken-Infektion sein und man müsse das genau beobachten. Lukas müsse erst einmal für mindestens 10 Tage in die Kinderklinik.

    Ich war vollkommen fertig. Ich wusste ja, dass ich B-Streptokokken hatte. Mein Frauenarzt hatte sie zwei Wochen vor der Geburt bei einem Abstrich festgestellt und mir daraufhin Antibiotika verschrieben. Während der Geburt hatte ich auch nochmal Antibiotika bekommen. Mehr kann man doch nicht tun! Aber ich hatte natürlich im Internet recherchiert und gelesen, wie ernst so eine Streptokokken-Infektion oft werden kann. Hirnhautentzündung, Lungenentzündung, häufig mit tödlichem Ausgang, ... Dass sich das Kind bei der Geburt ansteckt, ist zwar extrem selten. Aber wenn, dann hatte das oft schlimme Folgen.

    Als ich aus dem Untersuchungszimmer herauskam, kam Heinz gerade. So hatte ich wenigstens jemanden, der mich in den Arm nehmen und trösten konnte. Aber natürlich war Heinz ebenso geschockt wie ich.

    Eine Stunde später kam Lukas in die Kinderklinik. Immerhin ist diese im selben Krankenhaus, so dass ich ihn immer besuchen konnte und auch nachts zum Stillen rübergehen konnte. Heinz und ich durften jederzeit zu ihm. Aber ansonsten darf nur eine Stunde am Nachmittag eine andere Person dort hinein mitgenommen werden, allerdings nur Erwachsene. Heinz' Tochter durfte also nicht zu ihrem Bruder, als sie zu Besuch kam. Sie durfte nur draußen über den Balkon gehen und ihn durch die Scheibe ansehen.

    Die Ärzte in der Kinderklinik konnten uns wenigstens etwas beruhigen. Sie fanden erst einmal nicht, dass er die typischen Symptome zeige. Eigentlich macht Lukas ja auch einen ganz fitten Eindruck, recht ruhig zwar, aber oft doch ganz aufgeweckt. Und er ist sehr groß. Mit seinen 4590 g zählt er im Krankenhaus zu den schwersten Neugeborenen dieses Jahres. Und in der Kinderklinik, wo überwiegend Frühchen liegen, fällt so ein Brocken wie Lukas natürlich ganz besonders auf. Sie haben ihn deswegen auch in der Kinderklinik gleich mehrfach auf Zucker untersucht. Aber die Tests verliefen allesamt negativ - positiv für uns.

    In der Kinderklinik konnte Lukas einem wirklich leid tun, wie er so dalag mit Braunüle im Kopf und verkabelt, damit man seine Herztöne am Monitor verfolgen konnte. Zu Anfang bekam er Handschuhe an, damit er sich die Braunüle nicht herausziehen konnte. Aber später ging es dann doch auch ohne Handschuh.