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    Donnerstag,
    24. Februar 2005

    Treffen mit meinem Sohn

    Die Grippe hat mich voll erwischt. Es fing schon am Mittwoch an. Abends hatte ich 40° Fieber. Drei Tage lang hohes Fieber, Kopfschmerzen, Halsschmerzen, einfach elend. Mittlerweile geht es endlich etwas besser. Immer noch über 38° Fieber, aber ich fühle mich nicht mehr ganz so erschlagen.

    Die Erkältungswelle hat kurz nach mir auch noch Audrey erwischt. Sie lag das Wochenende über mit Schnupfen und Bronchitis im Bett. So waren wir also beide krank, mussten uns aber natürlich trotzdem um unseren kleinen Lukas kümmern. Meine Tochter hat zwar versucht, uns zu entlasten. Aber es war trotzdem ganz schön anstrengend, vor allem natürlich für Audrey, die ja um das Milchabpumpen nicht herumkommt und deswegen auch keine Medikamente nehmen will.

    Jedenfalls war ich schon bei dem Treffen im Jugendamt etwas angeschlagen. Danke nochmal für all die Tipps in unserem Forum! Aber natürlich wusste ich trotz aller Hinweise nicht, was da auf mich zukam und wie ich mich verhalten sollte. Es blieb mir wohl nichts anderes übrig, als abzuwarten, wie das Treffen läuft und was mein Sohn sagt.

    Ich bin allein beim Jugendamt erschienen. Meine Ex kam mit unserem Sohn und ihrem neuen Freund. Der Sachbearbeiter vom Jugendamt hat aber gleich klargestellt, dass der Freund mit dieser Sache nichts zu tun hat und hat ihn direkt wieder rausgeschickt. Dann ging es darum, wie das Gespräch ablaufen solle. Der Sachbearbeiter meinte, normalerweise sollte der Junge ohne seine Mutter mit mir sprechen, aber er solle es selbst entscheiden. Er wollte seine Mutter nicht dabei haben. Sie hat zwar protestiert, aber letztendlich konnte sie nicht viel dagegen sagen und musste den Raum verlassen. So hatte sie es sich sicherlich nicht vorgestellt.

    Dann kam das eigentliche Gespräch. Mein Sohn, ich und der Sachbearbeiter vom Jugendamt. Mein Sohn hat mich gleich angefaucht, was ich denn von ihm wolle. Ich hätte doch einfach die Familie im Stich gelassen, dann bräuchte ich mich jetzt doch auch nicht mehr darum zu kümmern. Er käme auch ohne mich zurecht. Ich habe gar nicht groß versucht, ihm noch einmal zu erklären, warum ich damals weggegangen bin. Ich konnte ihm nur immer wieder versichern, dass es nichts mit ihm zu tun hatte und dass er für mich immer noch genauso wichtig ist. Und ich habe ihm gesagt, dass ich mir Sorgen um ihn mache, angesichts seiner schulischen und sonstigen Probleme. Er wollte von all dem nichts wissen, meinte nur, ich soll mich doch aus seinem Leben raushalten, und blockte alles ab. Der Sachbearbeiter hat sich übrigens die ganze Zeit rausgehalten.

    Viel Positives kam von meinem Sohn also nicht. Aber ich hoffe, ich konnte ihm wenigstens klarmachen, wie wichtig er mir ist und dass ich mir Sorgen um ihn mache. Ein zweites Treffen wollte er von sich aus erstmal nicht. Aber er hat es auch nicht grundweg abgelehnt.

    Ich denke, viel mehr konnte ich von dem Treffen nicht erwarten. Natürlich hätte ich gern gehabt, wenn etwas mehr von meinem Sohn gekommen wäre, wenn er auch etwas von sich erzählt hätte. Aber so etwas ist wohl nicht mit einem Treffen zu erreichen.